{"id":1881,"date":"2016-05-02T23:28:48","date_gmt":"2016-05-02T21:28:48","guid":{"rendered":"http:\/\/okinawaichooseyou.de\/?p=1881"},"modified":"2016-05-02T23:28:48","modified_gmt":"2016-05-02T21:28:48","slug":"nikko-stadt-der-denkmaeler-part-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/okinawaichooseyou.de\/?p=1881","title":{"rendered":"Nikk\u00f4, Stadt der Denkm\u00e4ler (Part II)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ein Ausflugsziel hatten wir noch in Nikk\u00f4, n\u00e4mlich den <em>ch\u00fbzenjiko<\/em>, einen See in den Bergen bei Nikk\u00f4. Dorthin fuhr ein Bus, wobei die Fahrt knapp \u00fcber eine Stunde dauerte. Anfangs sah ich noch aus dem Fenster raus und machte mir leichte Sorgen, da der Bus sich diese super schmalen Serpentinen hinaufschl\u00e4ngelte, aber der Fahrer\u00a0w\u00fcrde schon wissen was er tut. Und tats\u00e4chlich kamen wir irgendwann auch sicher oben an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An der Touri-Info holten wir uns erstmal eine Karte ab, liefen schnell weiter, als wir Deutsch sprechende Touristen h\u00f6rten und gingen erstmal in Richtung Wasserfall, da ich unbedingt mal einen sehen wollte. Und Tatsache, von einer Aussichtsplattform aus konnte man einen Wasserfall sehen, der tosend in die Tiefe ging! Yay!<\/p>\n<div id=\"attachment_1882\" style=\"width: 230px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/okinawaichooseyou.de\/?attachment_id=1882#main\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1882\" class=\"wp-image-1882\" src=\"https:\/\/okinawaichooseyou.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/DSC07094.jpg\" alt=\"DSC07094\" width=\"220\" height=\"146\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1882\" class=\"wp-caption-text\">Mein erster richtiger Wasserfall.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zufrieden dann machten wir uns auf den Weg zum See, um den es hier ja eigentlich auch ging. Und er war gigantisch. Gut, kleiner als der <em>biwako<\/em> bei Ky\u00f4to, aber immer noch ziemlich gro\u00df. Und sch\u00f6n. Da gerade auch die Sonne herauskam, wurde es auch etwas w\u00e4rmer und ich nutzte die Zeit, mich eine Weile ans Ufer zu setzen und die warmen Sonnenstrahlen zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich h\u00e4tte Stunden dort verbringen k\u00f6nnen. Nach einer Weile aber versteckte sich die Sonne wieder und es wurde k\u00fchl, sodass wir entschlossen, uns weiter auf den Weg zu machen, am Ufer entlang. Hin und wieder kamen uns ein paar Japaner oder auch andere Touris entgegen, aber ansonsten war recht wenig los. Na gut, die Hauptsaison d\u00fcrfte im Sommer sein, wenn es auch wirklich warm wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiter n\u00f6rdlich sollte es zwar noch einen Wasserfall geben, aber da der ziemlich weit weg schien, entschieden wir, ihn auszulassen und besichtigten stattdessen einen Tempel, ehe wir uns wieder auf den R\u00fcckweg machten, da wir langsam Hunger bekamen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viel gab es bei dem See nicht (au\u00dfer gruseligen Omas vor Restaurants, die damit warben, dass es auch englische Men\u00fcs gibt =&gt; wirkt bei uns nicht), also st\u00f6berten wir noch ein wenig durch Souvenirl\u00e4den, ehe wir einen recht schlicht aussehenden Laden entdeckten, der preislich auch gar nicht so teuer war. Drinnen sa\u00dfen dann tats\u00e4chlich auch nur zwei Leute und tranken Tee, und als wir hineinkamen, begr\u00fc\u00dfte uns eine Omi und fragte, ob wir ein englisches Men\u00fc wollten. Wir versicherten ihr, Japanisch sei auch in Ordnung, sie war entz\u00fcckt, quasselte munter vor sich hin und nahm unsere Bestellung auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Grunde braucht man so ein Men\u00fc in Japan nicht immer, da vor vielen L\u00e4den Plastikessen ausgestellt ist, sodass man gleich sehen kann, was es dort gibt. Und das sieht dann meistens auch noch t\u00e4uschend echt aus! In Tokyo hatte ich sogar mal L\u00e4den gesehen, die dieses Plastikessen verkauften &#8211; leider sehr teuer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem wir gegessen hatten, beschlossen wir, wieder zur\u00fcck nach Nikk\u00f4 zu fahren. Am Bahnhof verteilten ein paar Bahnmitarbeiter gerade auch T\u00fcten, hie\u00dfen uns in Japan willkommen (auch wenn ich sicher bin, dass die meisten Ausl\u00e4nder woanders in Japan an Land gehen^^) und dr\u00fcckten uns jeweils eine T\u00fcte in die Hand. Sehr nett ^^ Drinnen befanden sich\u00a0ein Flyer zu Nikk\u00f4, ein Plan sowie ein Keks.\u00a0Yosh.<\/p>\n<div id=\"attachment_1883\" style=\"width: 230px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/okinawaichooseyou.de\/?attachment_id=1883#main\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1883\" class=\"wp-image-1883\" src=\"https:\/\/okinawaichooseyou.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/DSC07107.jpg\" alt=\"DSC07107\" width=\"220\" height=\"146\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1883\" class=\"wp-caption-text\">Chuzenji-See. Leider war der Himmel meist recht wolkenverhangen.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da es noch nicht so sp\u00e4t war und wir Lust auf Karaoke hatten, suchte ich bei Google nach einem Karaoke-Laden in der N\u00e4he unserer Unterkunft. Irgendwie war er gar nicht mal so leicht zu finden &#8211; erst landeten wir vor einer Tierarztpraxis, dann einem Restaurant, dann waren wir auf einmal hinter der Praxis und als wir schon aufgegeben hatten und uns auf den R\u00fcckweg machten, ersp\u00e4hten wir hinter einem Kindergarten ein Schild mit dem Namen des Karaoke-Ladens. Wie sich jedoch herausstellte, war es kein Laden mit einzelnen R\u00e4umen, sondern eine Karaokebar. Hups. Da wir aber so lange gesucht hatten und der Herr darin recht freundlich wirkte und es sonst keine G\u00e4ste gab, beschlossen wir, dass es uns egal war und gingen hinein. Nach einiger Zeit kamen dann auch die Frau des Inhabers sowie ein weiterer Gast dazu und es wurde insgesamt ein wirklich lustiger Abend, wir unterhielten uns viel und bekamen ein paar Tipps, u.a. einen beliebten Gyoza-Laden in der N\u00e4he, zu dem ich am kommenden Tag unbedingt hin wollte. Dann gab es noch allerlei Knabberzeugs f\u00fcr uns (normal in japanischen Bars). Lustigerweise fanden sie meinen Namen auch weniger kompliziert als Steffis, obwohl auf Okinawa immer das Gegenteil der Fall gewesen war (mein Vorname beinhaltet gleich drei Laute, die es im Japanischen so nicht gibt).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Inhaber gab wohl auch Gesangsunterricht, erfuhren wir, und er sang wirklich gut (auf unsere Bitte hin) und auch die beiden anderen waren wirklich gut (Japaner halt). Am h\u00e4ufigsten aber sangen Steffi und ich, da die anderen begeistert waren, dass zwei Nichtjapaner sich in den Laden verirrt hatten und dann auch noch Japanisch sprachen und sangen^^ Auf Wunsch der anderen hin auch ein paar Englische, wobei ich merkte, dass ich da aus der \u00dcbung bin&#8230;^^<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich tat auch mein Bestes, auch ein paar japanische Klassiker zu singen und nicht nur moderne Lieder, die ich normalerweise singe, und das schien gut anzukommen^^<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach vielen Stunden schlie\u00dflich entschlossen wir, dass wir m\u00fcde wurden und langsam zur\u00fcck sollten. Wir bedankten und herzlich f\u00fcr die Gastfreundschaft und die netten Gespr\u00e4che. Ich glaube, wenn ich noch einmal in Nikk\u00f4 bin, komme ich definitiv wieder vorbei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am n\u00e4chsten Tag hatten wir eigentlich noch einmal nach Nikk\u00f4 wollen, da Steffi sich einen Palastgarten ansehen wollte, aber dann waren wir doch zu faul und hingen den halben Tag in der Unterkunft herum, ehe wir erst am sp\u00e4ten Nachmittag loszogen, da wir Hunger bekamen. Die Frau in der Unterkunft fragte nach, ob alles in Ordnung sei, da wir die vorherigen Tage immer fr\u00fch losgegangen waren, aber wir versicherten, dass wir es heute nur etwas langsamer angehen wollten.<\/p>\n<div id=\"attachment_1884\" style=\"width: 230px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/okinawaichooseyou.de\/?attachment_id=1884#main\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1884\" class=\"wp-image-1884\" src=\"https:\/\/okinawaichooseyou.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/DSC07144.jpg\" alt=\"DSC07144\" width=\"220\" height=\"146\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1884\" class=\"wp-caption-text\">Ich + Kamera + lustige Zusatzfunktionen.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich wollte zu meinem Gyoza-Laden und musste dann entt\u00e4uscht feststellen, dass wir zu sp\u00e4t waren &#8211; alles ausverkauft ;__; Das gibt es in Japan \u00f6fters, besonders bei kleineren L\u00e4den: Von jedem Gericht gibt es nur eine begrenzte St\u00fcckzahl, und wenn alles weg ist, macht der Laden dicht. Und es war der letzte Tag in Nikk\u00f4! Neiiin Q__Q<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fazit: Ich muss noch einmal hin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am folgenden Tag ging es fr\u00fch schon mit dem Zug nach Tokyo, wo wir dann auch nachmittags ankamen. Dann dauerte es noch eine ganze Weile, bis wir unsere n\u00e4chste Unterkunft gefunden hatten (Google Maps schickte uns zu einem g\u00e4nzlich anderen Hotel) und so war es bereits dunkel, als wir ankamen. Wir checkten ein und gingen dann auf das Zimmer, das in etwa so gro\u00df war wie eine Kaffeemaschine. Im Ernst, st\u00e4rker h\u00e4tte der Kontrast zu Nikk\u00f4 nicht sein k\u00f6nnen^^ Sobald mein Rucksack und Steffis Koffer drin waren, war kein Platz mehr f\u00fcr uns. Den Rest nahm ein Hochbett ein. Dann gab es etwa noch einen halben Meter Abstand zur Wand und das war&#8217;s. Oje^^<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch dazu sollte man jeden Tag zwischen 10 und 17 Uhr gef\u00e4lligst nach drau\u00dfen, da dort saubergemacht wurde. Wir mussten ein wenig mit den Mitarbeitern diskutieren, damit sie wenigstens erlaubten, dass wir unser Gep\u00e4ck im Zimmer lassen konnten, denn wir hatten wenig Lust, jeden Morgen zu packen, wenn wir doch drei Tage blieben. Ich wei\u00df nicht, was da los war, irgendwie wirkte alles seltsam, ich glaube, nochmal gehe ich da nicht hin. Aber Steffi wollte ja nicht in ein Backpackers Hostel &lt;_&lt;&#8222;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daf\u00fcr war immerhin das Bad sehr sehr sauber und es gab kostenlose Handt\u00fccher und Zahnb\u00fcrsten sowie Fernseher auf dem Zimmer (hing irgendwie im Hochbett, sodass nur die Person unten gucken konnte &#8211; gut f\u00fcr mich :P), und oben gab es zwei Gemeinschaftsr\u00e4ume, in denen man essen konnte, Mikrowellen, Wasserkocher und alles, sowie einen \u00fcberteuerten Automaten, der Instant-Ramen verkaufte. Wir holten uns aber lieber was im Konbini um die Ecke, weil das g\u00fcnstiger war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insgesamt machten wir in Tokyo aber nicht viel &#8211; einmal ins Kabuki, da mir das letztes Jahr ja so gefallen hatte und Steffi es auch mal sehen wollte, wobei das St\u00fcck diesmal nicht so einfach zu verstehen war. Irgendwas mit zwei Sumo-Ringern und einer Bar o.O&#8216; Dann besichtigten wir noch einen recht kleinen Schrein und hingen viel in Caf\u00e9s herum, ich sah abends Kochsendungen auf &#8222;meinem&#8220; Fernseher, das war es dann auch schon.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die drei Tage in Tokyo hatte ich eigentlich auch nur daf\u00fcr geplant, nochmal etwas auszuruhen nach den ereignisreichen vorherigen Tagen\u00a0in Hokkaid\u00f4 und Nikk\u00f4. Da ich die n\u00e4chsten beiden Wochen wieder viel vor hatte, tat das ganz gut. Ich habe auch kaum Fotos geschossen, da ich ja irgendwie \u00fcberall schon mal gewesen war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach drei Tagen dann verabschiedete ich mich dann auch schon wieder von Steffi, die weiter nach Yokohama wollte (urspr\u00fcnglich Hokkaid\u00f4, aber als ich ihr begeistert von dem vielen Schnee erz\u00e4hlte, stornierte sie ihre Hotelbuchung und beschloss, Hokkaid\u00f4 auf Sommer zu verschieben &#8211; pff :P). F\u00fcr mich ging es nach Hause, d.h. Okinawa, und ich war schon sehr gespannt darauf, nach einem halben Jahr wieder unten zu sein.<\/p>\n\n\t\t<style>\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-1881 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/okinawaichooseyou.de\/?attachment_id=1885#main'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"100\" src=\"https:\/\/okinawaichooseyou.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/DSC07121.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-1885\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1885'>\n\t\t\t\tNoch ein Bild vom chuzenjiko.\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/okinawaichooseyou.de\/?attachment_id=1886#main'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"100\" height=\"150\" src=\"https:\/\/okinawaichooseyou.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/DSC07146.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-1886\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-1886'>\n\t\t\t\tUnd noch eins mit fancy special effects (not).\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl>\n\t\t\t<br style='clear: both' \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Ausflugsziel hatten wir noch in Nikk\u00f4, n\u00e4mlich den ch\u00fbzenjiko, einen See in den Bergen bei Nikk\u00f4. 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